«

»

Sep
30

Vitamin K im Hundefutter

Vitamin K im Hundefutter

Vitamin K Verbindungen werden auch als Chinone bezeichnet. Die bekanntesten sind wohl Vitamin K1, auch als Phyllochinon bekannt und Vitamin K2, auch Menachinon genannt. Dann gibt es auch noch das Vitamin K3, welches unter Menadion in der Hundewelt für Zündstoff sorgt und welches ausschliesslich künstlich hergestellt wird und schwere Schäden verursachen kann.

Vitamin K1 und K2 kommen natürlich vor, wobei Vitamin K1 in Pflanzen vorkommt und Vitamin K2 im Darm durch Darmbakterien synthetisiert wird. Vitamin K haltige Nahrungsmittel sind neben grünem Blattgemüse, z.b. auch Leber, Fischmehl, Geflügelfleisch und Milchprodukte.
Durch die Eigensynthese des Hundedarms ist es nicht nötig Vitamin K täglich mit der Nahrung zuzuführen, denn Vitamin K1 und K2 sind beide fettlöslich und werden neben der Leber auch in der Haut und den Muskeln gespeichert. Ein Mangel an Vitamin K findet man bei unseren Hunden eigentlich nur, wenn man die Darmflora durch starke Antibiotikagaben vernichtet hat oder der Hund z.b. Rattengift auf Cumarinbasis (= Vitamin K Antagonisten) zu sich genommen hat. Ein dauerhaften Mangel kann zum Verlust der Knochendichte führen.

Da eine der wichtigsten Aufgaben von Vitamin K, im Körper, die Blutgerinnung ist, wirken Vitamin K Antagonisten genau in die entgegen gesetzte Richtung. Dies bedeutet unser Hund würde innerlich verbluten, wenn er Rattengift auf Cumarinbasis zu sich genommen hat, wenn er nicht behandelt würde, da durch das Cumarin die Blutgerinnung ausser Kraft gesetzt wird. Unser Tierarzt würde aber unserem Hund in einem solchen Fall Vitamin K1 spritzen und damit die Blutgerinnung aufrecht erhalten.

Vitamin K ist in der Blutgerinnung wichtig für die Bildung von Prothrombin (= Vorstufe des Blutgerinnungsproteins Thrombin) und anderer Gerinnungsfaktoren. Daneben hat es unter anderem auch eine unterstützende Wirkung im Knochenstoffwechsel und wirkt bei der Stärkung des Immunsystems und dem Stoffwechsel der Darmflora mit.
Der Vitamin K Bedarf des Hundes wird mit 10mcg Vitamin K pro kg Körpergewicht angegeben. Eine spezielle Zufuhr von Vitamin K kann bei Darmstörungen, Gallenflussbeeinträchtigung und Vernichtung der Darmflora durch Antibiotika angezeigt sein. Eine Überversorgung wurde bisher bei erwachsenen Hunden nicht festgestellt. Bei Neugeborenen liegt ein höherer Bedarf vor, da sich die Darmflora erst ausbilden muss, um in der Lage zu sein, Vitamin K2 selber zu synthetisieren.

Über das in Salzform vorliegende Vitamin K3 (= Menadion), welches durch die Salzform wasserlöslich ist, gibt es eigentlich nur zu sagen, dass es in der Humanmedizin und in der Lebensmittelindustrie nicht mehr verwendet wird, da die Risiken den Nutzen überwiegen. Leider wird es aus Kostengründen, da es eben billiger in der Herstellung ist, in der Tierfutterindustrie nach wie vor eingesetzt.

Ein paar Nahrungsmittel, die relativ viel Vitamin K enthalten pro 100g rohem Bestandteil:
Blumenkohl und Spinat bis zu 3000 mcg
Sonnenblumenöl 500 mcg
Tomaten und Grünkohl bis zu 400 mcg
Huhn, Rinderleber 300 mcg
Kopfsalat, Rindermuskelfleisch bis zu 200 mcg

Infos zum Thema:

Vitamin K muss in der Futtermittelindustrie nicht deklariert werden, also nicht extra ausgewiesen werden. Man kann dann nur speziell nachfragen, ob es enthalten ist und muss sich auf die Angaben der Hersteller verlassen.

.

.

.

.

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>