Apr
02
Thailand Teil 1 – Zu Besuch beim deutschen Weimaraner Cooper
Thailand Teil 1 – Zu Besuch beim deutschen Weimaraner Cooper
Zwei Autostunden südlich von Bangkok liegt Hua Hin – Sommerresidenz der Königsfamilie und seit ein paar Jahren Heimat der Deutschen Mali und ihrem Weimaraner Cooper. Sie wohnen in einer Siedlung, in der viele Auswanderer leben.
Bei der Begrüßung ist Cooper noch freudig aufgekratzt, aber als wir uns zum Interview auf der Terrasse niederlassen, döst er friedlich vor sich in.
Ein wirklich tiefenentspannter Rüde. Und Frauchen meint, das liegt am völlig anderen Lebensgefühl in Asien.
„Ich bin überzeugt davon, dass Cooper hier in Thailand ein besseres, freieres Leben hat als in Deutschland.“
Doch davor stand erstmal eine anstrengende Anreise. Der damals knapp zwei Jahre alte Cooper war noch nie geflogen und musste zum allerersten Mal in eine Transportkiste. Auch für Mali keine einfache Situation.
„Er hat geheult wie ein Wolf.” Das war auch die Angst, die wir hatten, wenn er da 12 Stunden im Flieger ist und dann muss man ja auch die Zeit mit einrechnen, bis er mit der Kiste eingecheckt ist, dann steht er da rum, bis er mal drin ist, bis der Flieger startet… Als wir dann da waren und das Rolltor aufgeht, da sitzt er da in der Kiste und schaut mich ganz empört an, nach dem Motto: was hast du mit mir gemacht? Na warte ab, bis ich hier rauskomm.“ Mali war erleichtert und glücklich – Cooper hatte den Flug gut überstanden.
Das Abenteuer Thailand beginnt. Die für die Einreise nötigen Papiere, Untersuchungen und Impfungen hat Mali noch von ihrem deutschen Tierarzt machen lassen. Aber wie sieht es in Thailand mit der ärztlichen Versorgung für Cooper aus?
„Hier gibt es Tierärzte an jeder Ecke, sagt Mali begeistert, „und es gibt eine ganz tolle Universitätstierklinik in Hua Hin. Die ist für den König erbaut worden. Da der König aber sehr tierlieb ist, er hat auch selber Hunde, hat er gesagt, nein, die Klinik soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein, hier soll jeder hindürfen. Und so ist es denn auch. Die Klinik ist sehr groß, sehr sauber, da arbeiten drei Tierärzte. Wir waren jetzt schon zweimal mit ihm da – ich hab Vertrauen dazu.“
Alltägliche Dinge, über die man sich in Deutschland überhaupt keine Sorgen macht, können hier jedoch zum Problem werden. Läden mit Tierbedarf gibt es hier nur wenige und die Ware lässt auch zu wünschen übrig, meint Mali.
„Futter ist hier nicht so dolle. Da ist das Angebot in Deutschland doch ganz anders und vielfältiger. Hier gibt es entweder ganz ganz billiges oder eben ganz teures Futter. Da kosten drei Kilo 20 Euro. Andere Sachen wie Halsbänder haben schlechte Qualität. Also ganz billig und einfach verarbeitet. Ich hab mal eine schicke Leine hier gekauft, richtig dicke Kordel, muss ja halten.
Ich steh vorne an der Strasse, er sieht einen anderen Hund, springt in die Leine und die reisst. Und Cooper ist ab.“
Ein Schockerlebnis. Seitdem lässt sie sich Qualität aus Deutschland schicken. Und das Hundefutter kocht sie lieber selbst. Ab und zu versorgt Cooper sich auch mal selbst. Das ein oder andere freilaufende Huhn musste schon dran glauben.
Der für thailändische Verhältnisse Riesenhund Cooper ist in seiner neuen Heimat eine echte Attraktion. Wenn Mali mit ihm durch die Stadt spaziert, zieht das ungewöhnliche Auswandererpärchen alle Blicke auf sich. Japanische Touristen haben sich sogar schon mit ihm fotografieren lassen. Coopers imposante Gestalt ist für das zierliche Frauchen aber auch oft von Vorteil.
„Komm ich in eine Polizei-Verkehrskontrolle, dann mach ich vorher schon das Fenster runter und Cooper guckt raus. Die winken mich durch. Die haben so eine Angst vor ihm, ich könnte sogar ohne Führerschein fahren.“ Mali lacht, „Dafür hat es sich schon gelohnt.“
Die Nachbarn haben sich inzwischen an den riesigen Weimaraner gewöhnt. Cooper hält gerne mal ein Schwätzchen über die Gartenmauer mit dem Nachbarshund.
Wenn er sich aufrichtet, mit den Vorderpfoten auf der Brüstung und Frauchen daneben steht, überragt er sie sogar. Mali weiß, dass ihr Hund etwas ganz Besonderes ist. „Wenn ich mit ihm laufe und beobachte die anderen Hunde, das ist schon sehr interessant. Der Vorteil ist, dass er so groß ist und die haben schon Respekt vor ihm. Aber er würde nie aggressiv auf einen anderen Hund zugehen. Er versucht viel mehr mit ihnen zu spielen.“
Beim Spaziergang durch die Siedlung zeigt sich aber: Das verstehen vor allem kleinere Hunderassen nicht auf Anhieb.
Als Cooper interessiert durch einen Gartenzaun an einer weißen Malteserhündin schnüffelt, stürmt ein zweiter kleiner Kläffer an den Zaun und schlägt Alarm. Erst guckt Cooper nur verdutzt das aufgeregt hochspringende Wuscheltier an, dann bellt er kurz zurück. Mali setzt auf Deeskalation – wir gehen lieber weiter zum Strand.
Bei meinem Besuch im Dezember herrschen in Thailand angenehme 28 Grad und leichter Wind. Im Hochsommer aber klettern Temperatur und Luftfeuchtigkeit in heiß-schwüle Höhen. Tagsüber liegt Cooper dann am Liebsten im kühlen Haus oder vor dem Ventilator auf der Terrasse.
„In der ganz heißen Jahreszeit geht das Thermometer über 40 Grad, sagt Mali, „ Dann geh ich ganz früh mit ihm, meist schon vor Sonnenaufgang. Ich laufe immer da, wo Wasser ist. Also er springt ja sogar in sämtliche Reisfelder, in jeden Tümpel.“
Nach wenigen Minuten sind wir am Meer. Und hier ist Cooper ganz in seinem Element. Statt Hasen im heimischen Wald jagt er hier lieber durch die Wellen seinem Spielzeug hinterher. „Er ist eine richtige Wasserratte und wälzt sich danach im Sand. Schöne Panade.“
Natürlich buddelt er auch für sein Leben gern – allerdings nicht nach Feldmäusen, sondern nach kleinen Krabben. „Ein paar hat er schon ausgegraben und gleich verspeist. Aber es gab auch welche, die sich gewehrt haben und Cooper in die Nase zwicken“, erzählt Mali.
Stundenlange Spaziergänge am Traumstrand, Cooper kann ohne Leine rumtoben und Frauchen wirft unermüdlich das Bällchen ins Meer.
Ein Hundeparadies.
Mali und Cooper lieben die unbeschwerte Freiheit ohne hundefeindliche Verbote. Thailand ist ihre neue Heimat geworden. Nach Deutschland wollen beide nicht mehr zurück.
Allerdings ist ein Hundeleben in Thailand nicht immer so idyllisch wie hier am Strand. Im nächsten Film zeigen wir, wie die Strassenhunde in Thailands Hauptstadt Bangkok überleben, welche Folgen der neue Trend, sich niedliche Schoßhündchen zu halten, hat. Und warum der König von Thailand zum Schutzpatron aller Hunde wurde.
Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!
In den nächsten Blogbeiträgen erzähle ich Euch mehr von meinem Besuch in Thailand und wie dort die Hunde leben.
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ah
Mrz
13
Weimaraner Hündin MAYA beim ULTRASCHALL in der LESIA Tierklinik Düsseldorf
Weimaraner Hündin MAYA beim ULTRASCHALL in der LESIA Tierklinik Düsseldorf
Also mal ganz ehrlich: ICH erkenne auf diesen Ultraschallbildern absolut NICHTS.
Ist der dicke weiße Knubbel, der aussieht wie eine Kaffeebohne, vielleicht ein Tumor oder doch nur eine Darmschlinge?
„Das ist reine Übungssache.“, beruhigt mich Dr. Brigitte Bornack, Tierärztin in der LESIA Tierklinik in Düsseldorf. „Die Organe selbst sieht man immer sehr gut, schwieriger ist es, Veränderungen zu erkennen, denn die stellen sich immer wieder anders dar. Das kommt dann mit der jahrelangen Erfahrung.“
Maya steht ganz ruhig auf dem hochgefahrenen Behandlungstisch und lässt geduldig ihren Bauch mit dem eingegelten Ultraschallkopf abfahren.
„Hier haben wir eine Niere. Die kann ich mir jetzt von mehreren Seiten anschauen. Man sieht deutlich die Nierenrinde, das Nierenbecken, keine auffälligen Veränderungen. Das sieht bei Maya alles gut aus.“
Ah, ja… Wenn Frau Doktor das sagt…Ich sehe wieder nur Striche, Punkte und diffuse Schatten…
Die Ultraschalluntersuchung gehört zu den wichtigsten Bildgebenden Diagnoseverfahren in der Tiermedizin.
Hunde können uns nicht sagen, wo was wehtut. Erst auf dem Ultraschallmonitor wird die Ursache für viele Hundekrankheiten für den Tierarzt sichtbar. Bauchraum, Herz, Niere, Leber, Lunge, aber auch Sehnen und Blutbahnen, Nervengeflechte und sogar das Hirn können per Ultraschall gecheckt werden.
Maya versteht zwar nicht, warum sie hier schon 10 Minuten auf einem Tisch steht, am Bauch gekrault wird und wir ständig auf dieses flackernde Dingsda schauen, aber ich bin vom Innenleben meiner Weimaraner-Hündin ganz begeistert.
„Das was hier so strahlt, ist der Magen.“, erklärt Dr. Bornack. Ups, denke ich, und der sieht ziemlich leer aus. Ok, dann gibt’s jetzt erst mal ein Leckerchen für Maya – fürs Bravsein beim Ultraschall.
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ah
Feb
13
Maya spendet Blut in der LESIA Tierklinik
Maya spendet Blut in der LESIA Tierklinik
„Ihr Hund wird Lebensretter“ – diese Überschrift auf der Homepage der LESIA Tierklinik in Düsseldorf hat mich neugierig gemacht.
Blutspenden ist für Hunde genauso möglich und wichtig wie für Menschen.
Kann meine Weimaranerhündin Maya mit ihrem Blut auch Leben retten?
Im Infoflyer der Klinik steht: „Blutspender kann jeder Hund werden, der mindestens ein Jahr, jedoch nicht älter als zehn Jahre alt ist, mindestens 20-25kg wiegt, regelmäßig geimpft und entwurmt ist, regelmäßig gegen Flöhe und Zecken geschützt wird, keine Medikamente bekommt und nie im südlichen oder südöstlichen Ausland war.“
Maya erfüllt all diese Bedingungen. Also machen wir uns auf den Weg nach Düsseldorf. In der LESIA Tierklinik bekommt Maya zuerst eine kostenlose Allgemeinuntersuchung um einen Überblick über ihren Gesundheitsstatus zu haben. Bis auf den erhöhten Herzschlag wegen der Aufregung ist alles in Ordnung. Dann muss sie nur noch ein paar Tropfen Blut abgeben.
Bei Hunden gibt es mehr als 12 Blutgruppen. Für die Transfusionsmedizin relevant ist die Blutgruppe DEA 1.1 positiv oder negativ.
Welche hat Maya und sind auch alle anderen Blutwerte ok?
Im klinikeigenen Labor untersucht Anna-Sophie Gross Mayas Blutprobe. Die Tiermedizinische Angestellte zentrifugiert das Blut in
seine Bestandteile. Nach dem
allgemeinen Blutbild folgt die Bestimmung der Blutchemie. Das Ergebnis zeigt Leber- und Nierenwerte, Zucker- und Eiweißhaushalt, Elektrolyte wie Natrium, Chlorid und Kalium. Mayas Werte sind alle super. Soweit ist sie also spendertauglich.
Fehlt noch die Blutgruppe. Dafür reicht ein kleiner Tropfen Blut auf dem Teststreifen vermischt mit einer speziellen Substanz. Mit geschultem Auge erkennt Anna-Sophie Gross winzige Verklumpungen, die anzeigen: Mayas Blutgruppe ist DEA 1.1 positiv. Das bedeutet, dass sie anderen Hunden mit Blutgruppe positiv spenden kann. Hunde mit der Blutgruppe
DEA 1.1 negativ sind Universalspender.
Kurze Zeit später haben wir einen Blutspendetermin.
Dr. Christine Fumi, die Leiterin der klinischen Abteilung der LESIA Tierklinik empfängt uns. Sie hat am Veterinärmedizinischen Institut der Freien Universität Berlin im Fachbereich Hämatologie promoviert und dort die klinikinterne Blutbank für Hunde und Katzen betreut. Die Spezialistin erklärt, dass es in der Kleintiermedizin an Blutkonserven mangelt und dringend Spender gebraucht werden. Denn bei hohem Blutverlust nach Unfällen, bei Operationen oder Krankheiten, die das Blut auflösen, kann Blutarmut schnell lebensbedrohlich werden.
Wir legen Maya auf den Behandlungstisch. Ein kleines Stück Fell am Hals fällt dem Rasierer zum Opfer. Dann geht es los. Es ist nur ein winziger Pieks und auch die Entnahme tut nicht weh. Eine Narkose ist also nicht nötig.
Die Blutentnahme erfolgt beim Hund bevorzugt aus der Vena jugularis (die dicke Vene am Hals) unter Ausnutzung der Schwerkraft.
Dabei werden ca. 10ml Blut pro kg Hund abgenommen. Maya wiegt knapp 23 Kilo – also werden ihr 200ml Blut abgezapft. Das wandert über einen Schlauch in einen Blutbeutel. Dabei soll sie ganz ruhig liegen bleiben, deshalb halten wir sie sicherheitshalber an Hinterläufen und Kopf fest –
aber Maya ist so entspannt, dass sie während der zehnminütigen Prozedur fast wegrazt. Braves Mädchen! Zur Belohnung gibt es von Dr. Fumi ihr Lieblingsleckerchen, eine getrocknete Sprotte.
Der Blutbeutel kommt sofort in eine Zentrifuge, die das Blut in Zellen und Plasma trennt.
Im Kühlschrank hält sich der Beutel mit Blutzellen dann ca. 3 bis 4 Wochen. Das Plasma bis zu einem Jahr, da es tiefgefroren wird. Leider wissen immer noch viel zuwenig Hundebesitzer, dass es in fast jeder Tierklinik diese Möglichkeit zur Blutspende gibt, sagt Dr.Fumi. Dabei hilft man nicht nur einem anderen Hund, auch der Spender profitiert, da es immer eine Untersuchung des Gesundheitszustands gibt.
Maya geht es nach der Blutspende prima. Ich habe gelesen, dass es für einen gesunden Hund wie für eine Verjüngungskur fürs Blut sein soll und in maximal 3 Wochen alles komplett nachgebildet ist. Alle drei Monate können Hunde schadlos Blut spenden.
Maya ist jetzt in der Blutspenderdatei der LESIA Tierklinik registriert. Und wenn ein Notfall-Anruf kommt, dann flitzen wir beide los und Maya kann mit ihrer Blutspende vielleicht wirklich ein anderes Hundeleben retten.
Fazit: eine wirklich tolle Sache, die Mitte November 2011 sogar Schlagzeile bei BILD machte:
Hund rettet Hund durch Blutspende
Tierischer Einsatz für einen kleinen Hund!
Beagle-Hündin Aicka (4) wurde von einem Auto angefahren, verlor viel Blut.
Ihr Herrchen brachte sie in die Tierklinik!
Dort der tapfere Einsatz von Schäferhund Nero.
Ihm wurden 400 ml Blut abgezapft und anschließend Aicka übertragen.
Erfolg: Dem Beagle geht es wieder deutlich besser.
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ah
Dez
06
Physiotherapie in der LESIA Tierklinik
Physiotherapie in der LESIA Tierklinik
„Ab ins Wasser!“ Mit Anlauf rein springen und wild mit allen Vieren rumpaddeln – nein, genau das passiert hier nicht.
Maya blickt mich verwirrt an. Ich sehe förmlich die Fragezeichen auf ihrer Stirn: was soll das??? Zuerst versenkt man mich bis zum Bauch in ein Wasserbecken und dann bewegt sich plötzlich der Boden unter mir…
Eine getrocknete Sprotte
vor der Nase zerstreut sehr schnell Mayas Bedenken und sie fängt automatisch an im Wasser eine Pfote vor die andere zu setzen.
„Manche Hunde stehen auf dem Unterwasserlaufband erstmal minutenlang wie ein Fels in der Brandung“, erzählt Tierphysiotherapeutin Yvonne Christophori , „dann braucht es viel Zusprache von Frauchen und Herrchen in Kombination mit Leckerlis, bis irgendwann der Groschen fällt – es passiert nix Schlimmes, alles ist gut, ich muss nur vorwärts laufen.“
Das Unterwasserlaufband „Water Walker“ steht in der Physiotherapieabteilung der LESIA Tierklinik in Düsseldorf. „Hydrotherapie“ oder „Aquatraining“ nennt sich die Gelenkschonende Methode zum Muskelaufbau oder zur Regeneration nach Operationen. Bei Hunden mit Rückenproblemen guckt nur noch der Kopf raus, denn je tiefer im Wasser desto besser werden der Rücken und die Gelenke entlastet. Der Wasserauftrieb verringert das Körpergewicht des Hundes. Geeignet ist diese Methode für alle Hunderassen.
Ich schaue fasziniertauf Mayas eleganten,
geschmeidigen Bewegungsablauf unter Wasser. Auch das ist ungewohnt für meine quirlige Weimaraner-Hündin: 30 Minuten nur Schritt laufen, Traben oder Galoppieren verboten. „Schritt laufen ist die anstrengendste Gangart für den Hund. Gleichmäßige, lange Schritte aus der Hüfte raus stärken die Muskulatur und durch die stetige Bewegung gegen den Wasserwiderstand wird das Gangbild geschult.“, erklärt die Therapeutin. Die Bewegung im 30 Grad warmen Wasser wirkt anregend auf die Durchblutung, fördert den Stoffwechsel und strahlt auch aufs Lymphsystem positiv aus. Auch der von LESIA Klinikchef Marco Lenzen
gerettete Mischlingshund Tobi trainiert hier. Der Hund wurde von einem Auto angefahren und kann seine Hinterläufe nicht mehr bewegen. Jetzt wird seine Muskulatur sanft wieder aufgebaut. Das Wasserbecken mutiert zum Jungbrunnen. Auf jeden Fall hilft ein regelmäßiges Training auf dem Unterwasserlaufband, kranken und operierten Hunden, schneller wieder auf die Beine zu kommen. Dazu trägt auch die anschließende Massage bei. Dem Wassertank entstiegen und abgetrocknet darf sich Maya auf eine gepolsterte Matte legen. Entspannt auf der Seite liegen, alle Viere von sich strecken und sich kraulen lassen – das ist super. Aber Yvonne Christophori verteilt keine zarten Streicheleinheiten. Mit festen, gezielten Griffen lockert die Therapeutin die Muskulatur, löst Verspannungen und fördert die Durchblutung. „Es gibt keinen Unterschied zur Massage beim Menschen. Technik und Effekt sind gleich.“ Maya ist das ziemlich egal, sie ist total relaxed und kurz vorm wegschlummern.Schon toll, diese Physiotherapie in der LESIA Tierklinik in Düsseldorf.
Kosten: zwischen 20 und 40 Euro pro Behandlung.
Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!
Übrigens; – über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.
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.ah
Okt
31
LESIA Zentrum für Tiermedizin. Ein Besuch in Deutschlands größter High-Tech-Tierklinik
LESIA Zentrum für Tiermedizin
Ein Besuch in Deutschlands größter High-Tech-Tierklinik
„Barney ist heute Morgen zusammengebrochen. Ich dachte er wäre tot.“ Die Besitzerin des 12jährigen Retrievers
ist besorgt und hofft, dass die Ärzte in der LESIA Tierklinik herausfinden, was ihrem Hund fehlt.
Für eine umfassende Diagnose stehen ein Computertomograph,
digitale Röntgengeräte, Ultraschall, EKG und ein hauseigenes Labor zur Verfügung.
Dort wird gerade Barneys Blut untersucht. Das Ergebnis liegt schon in 30 Minuten vor, in der Zwischenzeit können Röntgenbilder erstellt werden.
Jedem Patienten wird so schnell wie möglich geholfen und das mit modernster Technik und ausgebildetem Fachpersonal in allen medizinischen Bereichen: Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Augenheilkunde, Dermatologie, Neurologie und Zahnheilkunde. Für die schweren Fälle gibt es eine Intensivstation und
drei gläserne Operations-Säle: einen Knochen-OP, einen Weichteil-OP für die inneren Organe und einen Augen-OP mit Hightech-Mikroskop. Wenn man sich die nagelneuen Geräte anschaut, wäre sicher so manches Krankenhaus für Humanmedizin blass vor Neid. Auch die Innenausstattung der 2.600 Quadratmeter großen Klinik
ist vom Feinsten, mit hellen Ledersesseln im Empfangsbereich, dezenter Fotokunst an den Wänden und weißem Orchideen-Blumenschmuck in den Behandlungsräumen – alles sehr schick und sehr edel. Ob es daran liegt, dass wir in Düsseldorf sind?
„Wir sind keine teure Schicki-Micki-Klinik. Hier kann jeder mit seinem Tier herkommen und das rund um die Uhr.“ erklärt Dr. Christiane Fumi, Leiterin der klinischen Abteilung bei LESIA.
Sie ist eine von 16 Fachärzten, die hier zusammen mit rund 30 tiermedizinischen Assistenten und Pflegern in mehreren Schichten arbeiten und auch 24-Stunden-Notdienst leisten – 365 Tage im Jahr. Es gibt sogar einen Hol- und Bring-Service mit dem eigenen Tierkrankentransport.
Unter den Kleintier-Patienten sind Kaninchen, Hamster, Frettchen, Schildkröten und viele andere, aber Hunde und Katzen liegen mit jeweils 45 Prozent ganz vorn.
Auch wenn Maya nicht wirklich gern zum Tierarzt geht und sich meist mit eingeklemmtem Schwanz weigert, auf den Behandlungstisch zu steigen, hier in der LESIA Klinik hat sie bereits eine Lieblingsabteilung: die Physiotherapie.
Das Unterwasserlaufband und die Massage haben ihr sichtlich gefallen.
Ob Kastration, Chemotherapie oder Künstliche Gelenke – alle Behandlungen werden nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführt. Regelmäßige Fortbildung ist für die Mitarbeiter selbstverständlich.
Und auch die Tierbesitzer können in der klinikeigenen Academy
Fachvorträge und Praxisseminare zu Themen wie Ernährung, Erziehung, artgerechte Haltung und Krankheiten besuchen.
„Ich arbeite wirklich Tag und Nacht für die Tierchen.“ sagt Tierklinikbesitzer Marco Lenzen,
für den die medizinische Hilfe und der Tierschutz eine echte Herzensangelegenheit sind. Der 52jährige hat selbst 15 Hunde, alle persönlich gerettet aus Tötungsstationen in ganz Europa und aus miserabler Haltung in Deutschland. Die Namensgeberin seiner Tierklinik ist Lesia, eine Mischlingshündin, die er verwahrlost und verletzt bei einem Griechenlandurlaub am Strand fand.
„Wenn einem einmal die Augen geöffnet werden, was es für solch schutzlose Wesen bedeutet, Hilfe zu erfahren, dann wird das zu einer Lebenserkenntnis.“
Deshalb hat der Millionär sein ganzes Vermögen in diese Klinik gesteckt. Aber er ist nicht nur Geldgeber.
Ständig sucht er nach der optimalen Versorgung für die Tiere. So hat er auf der Station speziell für Hunde artgerechte Kabinen bauen lassen, damit die Vierbeiner nach Operationen weniger Stress haben und sich schneller erholen. Für Tiere, die es nicht schaffen, gibt es ein Sterbezimmer, in dem sich die Besitzer von ihrem Liebling verabschieden können. Hunde können hier aber auch selbst zu Lebensrettern werden – wer als Blutspender geeignet ist,
der wird in die Kartei der Hundeblutbank aufgenommen.
Falls sich herausstellt, dass Barney, der heute Morgen zusammen gebrochen ist, operiert werden muss, dann liegt auch für den Retriever eine Blutkonserve bereit.
In den nächsten Blogbeiträgen und Filmen rund um die LESIA Tierklinik, begleite ich Maya zu ihrem ersten Blutspendetermin, wir gehen zur Physiotherapie mit Unterwasserlaufband und Massage und machen einen Ultraschall-Checkup.
Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!
Übrigens; – über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.
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