Jul
07

Startvideo für meinen Hundeblog: hundeallerlei

Apr
02

Thailand Teil 1 – Zu Besuch beim deutschen Weimaraner Cooper

Thailand Teil 1 – Zu Besuch beim deutschen Weimaraner Cooper

Zwei Autostunden südlich von Bangkok liegt Hua Hin – Sommerresidenz der Königsfamilie und seit ein paar Jahren Heimat der Deutschen Mali und ihrem Weimaraner Cooper. Sie wohnen in einer Siedlung, in der viele Auswanderer leben.
Bei der Begrüßung ist Cooper noch freudig aufgekratzt, aber als wir uns zum Interview auf der Terrasse niederlassen, döst er friedlich vor sich in. Ein wirklich tiefenentspannter Rüde. Und Frauchen meint, das liegt am völlig anderen Lebensgefühl in Asien.

„Ich bin überzeugt davon, dass Cooper hier in Thailand ein besseres, freieres Leben hat als in Deutschland.“

Doch davor stand erstmal eine anstrengende Anreise. Der damals knapp zwei Jahre alte Cooper war noch nie geflogen und musste zum allerersten Mal in eine Transportkiste. Auch für Mali keine einfache Situation.
„Er hat geheult wie ein Wolf.” Das war auch die Angst, die wir hatten, wenn er da 12 Stunden im Flieger ist und dann muss man ja auch die Zeit mit einrechnen, bis er mit der Kiste eingecheckt ist, dann steht er da rum, bis er mal drin ist, bis der Flieger startet… Als wir dann da waren und das Rolltor aufgeht, da sitzt er da in der Kiste und schaut mich ganz empört an, nach dem Motto: was hast du mit mir gemacht? Na warte ab, bis ich hier rauskomm.“ Mali war erleichtert und glücklich – Cooper hatte den Flug gut überstanden.

Das Abenteuer Thailand beginnt. Die für die Einreise nötigen Papiere, Untersuchungen und Impfungen hat Mali noch von ihrem deutschen Tierarzt machen lassen. Aber wie sieht es in Thailand mit der ärztlichen Versorgung für Cooper aus?
„Hier gibt es Tierärzte an jeder Ecke, sagt Mali begeistert, „und es gibt eine ganz tolle Universitätstierklinik in Hua Hin. Die ist für den König erbaut worden. Da der König aber sehr tierlieb ist, er hat auch selber Hunde, hat er gesagt, nein, die Klinik soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein, hier soll jeder hindürfen. Und so ist es denn auch. Die Klinik ist sehr groß, sehr sauber, da arbeiten drei Tierärzte. Wir waren jetzt schon zweimal mit ihm da – ich hab Vertrauen dazu.“

Alltägliche Dinge, über die man sich in Deutschland überhaupt keine Sorgen macht, können hier jedoch zum Problem werden. Läden mit Tierbedarf gibt es hier nur wenige und die Ware lässt auch zu wünschen übrig, meint Mali.
Futter ist hier nicht so dolle. Da ist das Angebot in Deutschland doch ganz anders und vielfältiger. Hier gibt es entweder ganz ganz billiges oder eben ganz teures Futter. Da kosten drei Kilo 20 Euro. Andere Sachen wie Halsbänder haben schlechte Qualität. Also ganz billig und einfach verarbeitet. Ich hab mal eine schicke Leine hier gekauft, richtig dicke Kordel, muss ja halten. Ich steh vorne an der Strasse, er sieht einen anderen Hund, springt in die Leine und die reisst. Und Cooper ist ab.“
Ein Schockerlebnis. Seitdem lässt sie sich Qualität aus Deutschland schicken. Und das Hundefutter kocht sie lieber selbst. Ab und zu versorgt Cooper sich auch mal selbst. Das ein oder andere freilaufende Huhn musste schon dran glauben.

Der für thailändische Verhältnisse Riesenhund Cooper ist in seiner neuen Heimat eine echte Attraktion. Wenn Mali mit ihm durch die Stadt spaziert, zieht das ungewöhnliche Auswandererpärchen alle Blicke auf sich. Japanische Touristen haben sich sogar schon mit ihm fotografieren lassen. Coopers imposante Gestalt ist für das zierliche Frauchen aber auch oft von Vorteil.
„Komm ich in eine Polizei-Verkehrskontrolle, dann mach ich vorher schon das Fenster runter und Cooper guckt raus. Die winken mich durch. Die haben so eine Angst vor ihm, ich könnte sogar ohne Führerschein fahren.“ Mali lacht, „Dafür hat es sich schon gelohnt.“

Die Nachbarn haben sich inzwischen an den riesigen Weimaraner gewöhnt. Cooper hält gerne mal ein Schwätzchen über die Gartenmauer mit dem Nachbarshund. Wenn er sich aufrichtet, mit den Vorderpfoten auf der Brüstung und Frauchen daneben steht, überragt er sie sogar. Mali weiß, dass ihr Hund etwas ganz Besonderes ist. „Wenn ich mit ihm laufe und beobachte die anderen Hunde, das ist schon sehr interessant. Der Vorteil ist, dass er so groß ist und die haben schon Respekt vor ihm. Aber er würde nie aggressiv auf einen anderen Hund zugehen. Er versucht viel mehr mit ihnen zu spielen.“

Beim Spaziergang durch die Siedlung zeigt sich aber: Das verstehen vor allem kleinere Hunderassen nicht auf Anhieb. Als Cooper interessiert durch einen Gartenzaun an einer weißen Malteserhündin schnüffelt, stürmt ein zweiter kleiner Kläffer an den Zaun und schlägt Alarm. Erst guckt Cooper nur verdutzt das aufgeregt hochspringende Wuscheltier an, dann bellt er kurz zurück. Mali setzt auf Deeskalation – wir gehen lieber weiter zum Strand.

Bei meinem Besuch im Dezember herrschen in Thailand angenehme 28 Grad und leichter Wind. Im Hochsommer aber klettern Temperatur und Luftfeuchtigkeit in heiß-schwüle Höhen. Tagsüber liegt Cooper dann am Liebsten im kühlen Haus oder vor dem Ventilator auf der Terrasse.
„In der ganz heißen Jahreszeit geht das Thermometer über 40 Grad, sagt Mali, „ Dann geh ich ganz früh mit ihm, meist schon vor Sonnenaufgang. Ich laufe immer da, wo Wasser ist. Also er springt ja sogar in sämtliche Reisfelder, in jeden Tümpel.“

Nach wenigen Minuten sind wir am Meer. Und hier ist Cooper ganz in seinem Element. Statt Hasen im heimischen Wald jagt er hier lieber durch die Wellen seinem Spielzeug hinterher. „Er ist eine richtige Wasserratte und wälzt sich danach im Sand. Schöne Panade.“
Natürlich buddelt er auch für sein Leben gern – allerdings nicht nach Feldmäusen, sondern nach kleinen Krabben. „Ein paar hat er schon ausgegraben und gleich verspeist. Aber es gab auch welche, die sich gewehrt haben und Cooper in die Nase zwicken“, erzählt Mali.
Stundenlange Spaziergänge am Traumstrand, Cooper kann ohne Leine rumtoben und Frauchen wirft unermüdlich das Bällchen ins Meer. Ein Hundeparadies.
Mali und Cooper lieben die unbeschwerte Freiheit ohne hundefeindliche Verbote. Thailand ist ihre neue Heimat geworden. Nach Deutschland wollen beide nicht mehr zurück.

Allerdings ist ein Hundeleben in Thailand nicht immer so idyllisch wie hier am Strand. Im nächsten Film zeigen wir, wie die Strassenhunde in Thailands Hauptstadt Bangkok überleben, welche Folgen der neue Trend, sich niedliche Schoßhündchen zu halten, hat. Und warum der König von Thailand zum Schutzpatron aller Hunde wurde.

Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!

In den nächsten Blogbeiträgen erzähle ich Euch mehr von meinem Besuch in Thailand und wie dort die Hunde leben.

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ah

Mrz
13

Weimaraner Hündin MAYA beim ULTRASCHALL in der LESIA Tierklinik Düsseldorf

Weimaraner Hündin MAYA beim ULTRASCHALL in der LESIA Tierklinik Düsseldorf

Also mal ganz ehrlich: ICH erkenne auf diesen Ultraschallbildern absolut NICHTS.

Ultraschallbild vom Hund

Ultraschallbild vom Hund

Ist der dicke weiße Knubbel, der aussieht wie eine Kaffeebohne, vielleicht ein Tumor oder doch nur eine Darmschlinge?

„Das ist reine Übungssache.“, beruhigt mich Dr. Brigitte Bornack, Tierärztin in der LESIA Tierklinik in Düsseldorf. „Die Organe selbst sieht man immer sehr gut, schwieriger ist es, Veränderungen zu erkennen, denn die stellen sich immer wieder anders dar. Das kommt dann mit der jahrelangen Erfahrung.“

Maya steht ganz ruhig auf dem hochgefahrenen Behandlungstisch und lässt geduldig ihren Bauch mit dem eingegelten Ultraschallkopf abfahren.

Ultraschalluntersuchung in der LESIA

Ultraschalluntersuchung in der LESIA

„Hier haben wir eine Niere. Die kann ich mir jetzt von mehreren Seiten anschauen. Man sieht deutlich die Nierenrinde, das Nierenbecken, keine auffälligen Veränderungen. Das sieht bei Maya alles gut aus.“

Ah, ja… Wenn Frau Doktor das sagt…Ich sehe wieder nur Striche, Punkte und diffuse Schatten…

Die Ultraschalluntersuchung gehört zu den wichtigsten Bildgebenden Diagnoseverfahren in der Tiermedizin.

Ultraschall beim Hund

Ultraschall beim Hund

Hunde können uns nicht sagen, wo was wehtut. Erst auf dem Ultraschallmonitor wird die Ursache für viele Hundekrankheiten für den Tierarzt sichtbar. Bauchraum, Herz, Niere, Leber, Lunge, aber auch Sehnen und Blutbahnen, Nervengeflechte und sogar das Hirn können per Ultraschall gecheckt werden.

Maya versteht zwar nicht, warum sie hier schon 10 Minuten auf einem Tisch steht, am Bauch gekrault wird und wir ständig auf dieses flackernde Dingsda schauen, aber ich bin vom Innenleben meiner Weimaraner-Hündin ganz begeistert.

Ultraschallbild vom Hund mit Dr. Bornack

Ultraschallbild vom Hund mit Dr. Bornack

„Das was hier so strahlt, ist der Magen.“, erklärt Dr. Bornack. Ups, denke ich, und der sieht ziemlich leer aus. Ok, dann gibt’s jetzt erst mal ein Leckerchen für Maya – fürs Bravsein beim Ultraschall.

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ah

Feb
13

Maya spendet Blut in der LESIA Tierklinik

 

Maya spendet Blut in der LESIA Tierklinik

 

Tierklinik LESIA Blutspende

Tierklinik LESIA Blutspende

„Ihr Hund wird Lebensretter“ – diese Überschrift auf der Homepage der LESIA Tierklinik in Düsseldorf hat mich neugierig gemacht.

Blutspenden ist für Hunde genauso möglich und wichtig wie für Menschen.

Kann meine Weimaranerhündin Maya mit ihrem Blut auch Leben retten?

Im Infoflyer der Klinik steht: „Blutspender kann jeder Hund werden, der mindestens ein Jahr, jedoch nicht älter als zehn Jahre alt ist, mindestens 20-25kg wiegt, regelmäßig geimpft und entwurmt ist, regelmäßig gegen Flöhe und Zecken geschützt wird, keine Medikamente bekommt und nie im südlichen oder südöstlichen Ausland war.“

Kostenlose Allgemeinuntersuchung vor Hunde-Blutspende in der LESIA Tierklinik

Kostenlose Allgemeinuntersuchung vor Blutspende

Maya erfüllt all diese Bedingungen. Also machen wir uns auf den Weg nach Düsseldorf. In der LESIA Tierklinik bekommt Maya zuerst eine kostenlose Allgemeinuntersuchung um einen Überblick über ihren Gesundheitsstatus zu haben. Bis auf den erhöhten Herzschlag wegen der Aufregung ist alles in Ordnung. Dann muss sie nur noch ein paar Tropfen Blut abgeben.


Check Gesundheitszustand von Maya Weimaraner vor Blutspende

Check Gesundheitszustand von Maya Weimaraner

Bei Hunden gibt es mehr als 12 Blutgruppen. Für die Transfusionsmedizin relevant ist die Blutgruppe DEA 1.1 positiv oder negativ.

Welche hat Maya und sind auch alle anderen Blutwerte ok?

Im klinikeigenen Labor untersucht Anna-Sophie Gross Mayas Blutprobe.  Die Tiermedizinische Angestellte zentrifugiert das Blut in

Blutprobe zentrifugiert in Blutbestandteile vom Hund Maya Weimaraner

Blutprobe zentrifugiert in Blutbestandteile

seine Bestandteile. Nach dem

allgemeinen Blutbild folgt die Bestimmung der Blutchemie. Das Ergebnis zeigt  Leber- und Nierenwerte, Zucker- und Eiweißhaushalt, Elektrolyte wie Natrium, Chlorid und Kalium. Mayas Werte sind alle super. Soweit ist sie also spendertauglich.

Labor der LESIA Tierklinik Untersuchung Blutchemie

Labor Untersuchung Blutchemie

Fehlt noch die Blutgruppe. Dafür reicht ein kleiner Tropfen Blut auf dem Teststreifen vermischt mit einer speziellen Substanz. Mit geschultem Auge erkennt Anna-Sophie Gross winzige Verklumpungen, die anzeigen: Mayas Blutgruppe ist DEA 1.1 positiv. Das bedeutet, dass sie anderen Hunden mit Blutgruppe positiv spenden kann. Hunde mit der Blutgruppe

Teststreifen zur Hundeblutgruppen Bestimmung

Teststreifen

DEA 1.1 negativ sind Universalspender.

Kurze Zeit später haben wir einen Blutspendetermin.

Dr. Christine Fumi, die Leiterin der klinischen Abteilung der LESIA Tierklinik empfängt uns. Sie hat am Veterinärmedizinischen Institut der Freien Universität Berlin im Fachbereich Hämatologie promoviert und dort die klinikinterne Blutbank für Hunde und Katzen betreut. Die Spezialistin erklärt, dass es in der Kleintiermedizin an Blutkonserven mangelt und dringend Spender gebraucht werden. Denn bei hohem Blutverlust nach Unfällen, bei Operationen oder Krankheiten, die das Blut auflösen, kann Blutarmut schnell lebensbedrohlich werden.

Blutspende bei Hund Maya Weimaraner in der LESIA Tierklinik Düsseldorf mit Dr. Christine Fumi und Dr. Bornack

Blutspende beim Hund

Wir legen Maya auf den Behandlungstisch. Ein kleines Stück Fell am Hals fällt dem Rasierer zum Opfer. Dann geht es los. Es ist nur ein winziger Pieks und auch die Entnahme tut nicht weh. Eine Narkose ist also nicht nötig.

Die Blutentnahme erfolgt beim Hund bevorzugt aus der Vena jugularis (die dicke Vene am Hals) unter Ausnutzung der Schwerkraft.

Blutentnahme bei Hund Maya Weimaraner

Blutentnahme

Dabei werden ca. 10ml Blut pro kg Hund abgenommen. Maya wiegt knapp 23 Kilo – also werden ihr 200ml Blut abgezapft. Das wandert über einen Schlauch in einen Blutbeutel. Dabei soll sie ganz ruhig liegen bleiben, deshalb halten wir sie sicherheitshalber an Hinterläufen und Kopf fest –

Blutspende-Beutel von Maya Weimaraner

Blutspende-Beutel

aber  Maya ist so entspannt, dass sie während der zehnminütigen Prozedur fast wegrazt. Braves Mädchen! Zur Belohnung gibt es von Dr. Fumi ihr Lieblingsleckerchen, eine getrocknete Sprotte.

Tierärztin Dr. Fumi und Maya Weimaraner "Braves Mädchen!"

Dr. Fumi und Maya Weimaraner

Der Blutbeutel kommt sofort in eine Zentrifuge, die das Blut in Zellen und Plasma trennt.

Zentrifuge trennt Blutspende in Blutzellen und Plasma

Zentrifuge für Blutspendebeutel

Im Kühlschrank hält sich der Beutel mit Blutzellen dann ca. 3 bis 4 Wochen. Das Plasma bis zu einem Jahr, da es tiefgefroren wird. Leider wissen immer noch viel zuwenig Hundebesitzer, dass es in fast jeder Tierklinik diese Möglichkeit zur Blutspende gibt, sagt Dr.Fumi. Dabei hilft man nicht nur einem anderen Hund, auch der Spender profitiert, da es immer eine Untersuchung des Gesundheitszustands gibt.

Tiefgefrorene Plasmabeutel von der Hundeblutspende

gefrorene Plasmabeutel

gekühlter Blutzellenbeutel - Erythrozytenkonzentrat vom Hund

gekühlter Blutzellenbeutel

Maya geht es nach der Blutspende prima. Ich habe gelesen, dass es für einen gesunden Hund wie für eine Verjüngungskur fürs Blut sein soll und in maximal 3 Wochen alles komplett nachgebildet ist. Alle drei Monate können Hunde schadlos Blut spenden.

Alice Häuser und Maya Weimaraner sind nach Blutspende in der Blutspenderkartei der LESIA Tierklinik registriert

Alice Häuser und Maya Weimaraner nach Blutspende

Maya ist jetzt in der Blutspenderdatei der LESIA Tierklinik registriert. Und wenn ein Notfall-Anruf kommt, dann flitzen wir beide los und Maya kann mit ihrer Blutspende vielleicht wirklich ein anderes Hundeleben retten.

 

Fazit: eine wirklich tolle Sache, die Mitte November 2011 sogar Schlagzeile bei BILD machte:

Hund rettet Hund durch Blutspende

Tierischer Einsatz für einen kleinen Hund!

Beagle-Hündin Aicka (4) wurde von einem Auto angefahren, verlor viel Blut.

Ihr Herrchen brachte sie in die Tierklinik!

Dort der tapfere Einsatz von Schäferhund Nero.

Ihm wurden 400 ml Blut abgezapft und anschließend Aicka übertragen.

Erfolg: Dem Beagle geht es wieder deutlich besser.

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Dez
06

Physiotherapie in der LESIA Tierklinik

Physiotherapie in der LESIA Tierklinik

Physiotherapie mit dem Water-Walker in der LESIA Tierklinik

Physiotherapie mit dem Water-Walker in der LESIA Tierklinik

„Ab ins Wasser!“ Mit Anlauf rein springen und wild mit allen Vieren rumpaddeln – nein, genau das passiert hier nicht.

Maya blickt mich verwirrt an. Ich sehe förmlich die Fragezeichen auf ihrer Stirn: was soll das??? Zuerst versenkt man mich bis zum Bauch in ein Wasserbecken und dann bewegt sich plötzlich der Boden unter mir…
Eine getrocknete Sprotte

Unterwasser Laufband in der Lesia Tierklinik

Unterwasser Laufband in der LESIA Tierklinik

vor der Nase zerstreut sehr schnell Mayas Bedenken und sie fängt automatisch an im Wasser eine Pfote vor die andere zu setzen.
„Manche Hunde stehen auf dem Unterwasserlaufband erstmal minutenlang wie ein Fels in der Brandung“, erzählt Tierphysiotherapeutin Yvonne Christophori , „dann braucht es viel Zusprache von Frauchen und Herrchen in Kombination mit Leckerlis, bis irgendwann der Groschen fällt – es passiert nix Schlimmes, alles ist gut, ich muss nur vorwärts laufen.“
Das Unterwasserlaufband „Water Walker“ steht in der Physiotherapieabteilung der LESIA Tierklinik in Düsseldorf. „Hydrotherapie“ oder „Aquatraining“ nennt sich die Gelenkschonende Methode zum Muskelaufbau oder zur Regeneration nach Operationen. Bei Hunden mit Rückenproblemen guckt nur noch der Kopf raus, denn je tiefer im Wasser desto besser werden der Rücken und die Gelenke entlastet. Der Wasserauftrieb verringert das Körpergewicht des Hundes. Geeignet ist diese Methode für alle Hunderassen.

Ich schaue fasziniertauf Mayas eleganten,

Physioherapie in der Lesia Tierklinik

Physioherapie in der Lesia Tierklinik

geschmeidigen Bewegungsablauf unter Wasser. Auch das ist ungewohnt für meine quirlige Weimaraner-Hündin: 30 Minuten nur Schritt laufen, Traben oder Galoppieren verboten. „Schritt laufen ist die anstrengendste Gangart für den Hund. Gleichmäßige, lange Schritte aus der Hüfte raus stärken die Muskulatur und durch die stetige Bewegung gegen den Wasserwiderstand wird das Gangbild geschult.“, erklärt die Therapeutin. Die Bewegung im 30 Grad warmen Wasser wirkt anregend auf die Durchblutung, fördert den Stoffwechsel und strahlt auch aufs Lymphsystem positiv aus. Auch der von LESIA Klinikchef Marco Lenzen

Mischling Tobi und LESIA Klinikchef Marco Lenzen

Mischling Tobi und LESIA Klinikchef Marco Lenzen


Tierphysiotherapeutin Yvonne Christophori bei Mayas Behandlung

Tierphysiotherapeutin Yvonne Christophori bei Mayas Behandlung

Hunde-Massage in der LESIA Tierklinik

Hunde-Massage in der LESIA Tierklinik

gerettete Mischlingshund Tobi trainiert hier. Der Hund wurde von einem Auto angefahren und kann seine Hinterläufe nicht mehr bewegen. Jetzt wird seine Muskulatur sanft wieder aufgebaut. Das Wasserbecken mutiert zum Jungbrunnen. Auf jeden Fall hilft ein regelmäßiges Training auf dem Unterwasserlaufband, kranken und operierten Hunden, schneller wieder auf die Beine zu kommen. Dazu trägt auch die anschließende Massage bei. Dem Wassertank entstiegen und abgetrocknet darf sich Maya auf eine gepolsterte Matte legen. Entspannt auf der Seite liegen, alle Viere von sich strecken und sich kraulen lassen – das ist super. Aber Yvonne Christophori verteilt keine zarten Streicheleinheiten. Mit festen, gezielten Griffen lockert die Therapeutin die Muskulatur, löst Verspannungen und fördert die Durchblutung. „Es gibt keinen Unterschied zur Massage beim Menschen. Technik und Effekt sind gleich.“ Maya ist das ziemlich egal, sie ist total relaxed und kurz vorm wegschlummern.Schon toll, diese Physiotherapie in der LESIA Tierklinik in Düsseldorf.

Kosten: zwischen 20 und 40 Euro pro Behandlung.

Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!

Übrigens; – über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.

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Okt
31

LESIA Zentrum für Tiermedizin. Ein Besuch in Deutschlands größter High-Tech-Tierklinik

LESIA Zentrum für Tiermedizin

Ein Besuch in Deutschlands größter High-Tech-Tierklinik

„Barney ist heute Morgen zusammengebrochen. Ich dachte er wäre tot.“ Die Besitzerin des 12jährigen Retrievers ist besorgt und hofft, dass die Ärzte in der LESIA Tierklinik herausfinden, was ihrem Hund fehlt.
Für eine umfassende Diagnose stehen ein Computertomograph, digitale Röntgengeräte, Ultraschall, EKG und ein hauseigenes Labor zur Verfügung. Dort wird gerade Barneys Blut untersucht. Das Ergebnis liegt schon in 30 Minuten vor, in der Zwischenzeit können Röntgenbilder erstellt werden.
Jedem Patienten wird so schnell wie möglich geholfen und das mit modernster Technik und ausgebildetem Fachpersonal in allen medizinischen Bereichen: Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Augenheilkunde, Dermatologie, Neurologie und Zahnheilkunde. Für die schweren Fälle gibt es eine Intensivstation und drei gläserne Operations-Säle: einen Knochen-OP, einen Weichteil-OP für die inneren Organe und einen Augen-OP mit Hightech-Mikroskop. Wenn man sich die nagelneuen Geräte anschaut, wäre sicher so manches Krankenhaus für Humanmedizin blass vor Neid. Auch die Innenausstattung der 2.600 Quadratmeter großen Klinik ist vom Feinsten, mit hellen Ledersesseln im Empfangsbereich, dezenter Fotokunst an den Wänden und weißem Orchideen-Blumenschmuck in den Behandlungsräumen – alles sehr schick und sehr edel. Ob es daran liegt, dass wir in Düsseldorf sind?
„Wir sind keine teure Schicki-Micki-Klinik. Hier kann jeder mit seinem Tier herkommen und das rund um die Uhr.“ erklärt Dr. Christiane Fumi, Leiterin der klinischen Abteilung bei LESIA. Sie ist eine von 16 Fachärzten, die hier zusammen mit rund 30 tiermedizinischen Assistenten und Pflegern in mehreren Schichten arbeiten und auch 24-Stunden-Notdienst leisten – 365 Tage im Jahr. Es gibt sogar einen Hol- und Bring-Service mit dem eigenen Tierkrankentransport.
Unter den Kleintier-Patienten sind Kaninchen, Hamster, Frettchen, Schildkröten und viele andere, aber Hunde und Katzen liegen mit jeweils 45 Prozent ganz vorn.
Auch wenn Maya nicht wirklich gern zum Tierarzt geht und sich meist mit eingeklemmtem Schwanz weigert, auf den Behandlungstisch zu steigen, hier in der LESIA Klinik hat sie bereits eine Lieblingsabteilung: die Physiotherapie. Das Unterwasserlaufband und die Massage haben ihr sichtlich gefallen.
Ob Kastration, Chemotherapie oder Künstliche Gelenke – alle Behandlungen werden nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführt. Regelmäßige Fortbildung ist für die Mitarbeiter selbstverständlich.
Und auch die Tierbesitzer können in der klinikeigenen Academy Fachvorträge und Praxisseminare zu Themen wie Ernährung, Erziehung, artgerechte Haltung und Krankheiten besuchen.
„Ich arbeite wirklich Tag und Nacht für die Tierchen.“ sagt Tierklinikbesitzer Marco Lenzen, für den die medizinische Hilfe und der Tierschutz eine echte Herzensangelegenheit sind. Der 52jährige hat selbst 15 Hunde, alle persönlich gerettet aus Tötungsstationen in ganz Europa und aus miserabler Haltung in Deutschland. Die Namensgeberin seiner Tierklinik ist Lesia, eine Mischlingshündin, die er verwahrlost und verletzt bei einem Griechenlandurlaub am Strand fand.
„Wenn einem einmal die Augen geöffnet werden, was es für solch schutzlose Wesen bedeutet, Hilfe zu erfahren, dann wird das zu einer Lebenserkenntnis.“
Deshalb hat der Millionär sein ganzes Vermögen in diese Klinik gesteckt. Aber er ist nicht nur Geldgeber. Ständig sucht er nach der optimalen Versorgung für die Tiere. So hat er auf der Station speziell für Hunde artgerechte Kabinen bauen lassen, damit die Vierbeiner nach Operationen weniger Stress haben und sich schneller erholen. Für Tiere, die es nicht schaffen, gibt es ein Sterbezimmer, in dem sich die Besitzer von ihrem Liebling verabschieden können. Hunde können hier aber auch selbst zu Lebensrettern werden – wer als Blutspender geeignet ist, der wird in die Kartei der Hundeblutbank aufgenommen.
Falls sich herausstellt, dass Barney, der heute Morgen zusammen gebrochen ist, operiert werden muss, dann liegt auch für den Retriever eine Blutkonserve bereit.

In den nächsten Blogbeiträgen und Filmen rund um die LESIA Tierklinik, begleite ich Maya zu ihrem ersten Blutspendetermin, wir gehen zur Physiotherapie mit Unterwasserlaufband und Massage und machen einen Ultraschall-Checkup.

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Sep
30

Der Hund und seine Ernährung

Nach den ersten vier Artikeln zum Thema Hunde-Ernährung und Barf, habe ich mich entschlossen, bevor wir ab nächster Woche das Gesundheitsthema in Wort und Bild beginnen, noch etwas weitergehende Infos zum Thema Hundeernährung für Euch bereitzustellen. An dieser Stelle vielen Dank an Regina Boury, die es uns gestattet, Ihre eigene Zusammenstellung als Basis für diesen Artikel  zu nutzen.

Der Hund und seine Ernährung

Ernährung des Hundes oder was futtert unser Hund?
Welches Hundefutter sollte man füttern?

Tja hier kann Dir leider keiner die Entscheidung abnehmen, Du musst selber entscheiden, ob Du Deinen Liebling mit Dosenfutter, Trockenfutter, roher Fütterung, selbstgekochtem Futter oder vegetarisch ernähren möchtest. Manchmal ist es eine Frage der Zeit, des Wissens um das Thema Ernährung, des Geldes, der Lebensumstände oder auch der persönlichen Einstellung. Gut gemeinte Ratschläge helfen dabei wenig, daher gibt es hier objektive Informationen, damit Du Deine Entscheidung selber treffen kannst. Hierzu kannst Du unter Fütterungsarten die verschiedenen Möglichkeiten nachlesen.

Eines steht aber sicher fest: ginge es nach Deinem Vierbeiner würde er sich am liebsten bei Dir mit an den Tisch setzen. Darauf solltest Du aber im Interesse seiner Gesundheit verzichten, da unsere Speisen meist zu würzig, zu fettig und dann auch zu unausgewogen sind. Wahrscheinlich ist unser Vierbeiner mit seinem Futter besser versorgt – mit allen Spurenelementen, Vitaminen, etc. – als wir…..

Nun hast Du also den kleinen Neuzugang auf vier Pfoten zuhause und bist erst einmal unsicher, wie, wann und wie oft er gefüttert werden sollte?
Am besten fährst Du, wenn Du Dich erstmal an das Futter hältst, was er auch schon in seinem Welpenheim bekommen hat. Hast Du das Glück einen verantwortungsbewussten Züchter zu haben, wird er Dir auch Ratschläge, nicht nur zur Aufzucht und Pflege Deines Lieblings, sondern auch zum Hundefutter mit auf den Weg gegeben haben. Kennst Du Dich relativ gut in Fragen der Hundeernährung aus, wirst Du eh selber schauen, ob Du das Futter beibehälst oder ob Du auf ein anderes umstellst oder Deinen Hund selbst versorgst.

Ein Welpe hat auf jeden Fall einen anderen Bedarf in der Zusammenstellung des Futters als ein ausgewachsener Hund, da vieles aus dem zugeführten Futter für den Knochenaufbau gebraucht wird. Auch unterscheidet man dann noch, ob es sich um ein kleinwüchsiges Hundekind handelt oder um ein Riesenbaby; dieses entwickelt sich nämlich langsamer und man sollte auch bei ihnen besonders auf den Knochenbau achten. Mehr zum Thema: Welpen-/Junghundfütterung.

Wichtig ist, dass Du Deinem Hund immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellst! Ein Hund der mit Trockenfutter ernährt wird, braucht mehr Wasser, als ein Hund der Dosenfutter oder Frischfleisch bekommt. Auch hängt der Bedarf von besonderen Leistungen wie Arbeit, Hitze oder Kälte ab; auch Schwangerschaft und Milchproduktion verlangen nach mehr Wasser. Mehr zum Thema Wasser kannst Du unter Nährstoff Wasser nachlesen.

Wie viel Futter braucht mein Hund?
Die Futtermenge richtet sich nach dem Energiebedarf Deines Hundes, der von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Hierzu kann man nur Richtwerten folgen (bei Rohfütterung z.B. : erwachsener Hund ca. 2-3% des Körpergewichts pro Tag) und durch Ausprobieren das Optimum für seinen Hund herausfinden. Eine optimale Ration sollte aus zwei Drittel tierischer und einem Drittel pflanzlicher Kost bestehen.
Möchtest Du ein wenig tiefer in die Materie Ernährung des Hundes eintauchen, dann findest Du unter Nährstoff- und Energiebedarf des Hundes die verschiedenen Nährstoffe, wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Wasser, Mineralien und Spurenelemente einzeln auseinander genommen, nach Vorkommen, Wirkungsweise, Bedarf, Mangel- und Überschusserscheinungen.

Wie, wann und wie oft sollte man seinen Hund füttern?
Einen Hund im Wachstum füttern die meisten Menschen mehrmals täglich. Hierzu findest Du unter Welpen-/Junghundfütterung noch weitere Hinweise. Ob man Trockenfutter einweichen sollte oder lieber nicht, ob man Zusätze zum Fertigfutter geben soll/darf, ob man das Futter öfter wechseln sollte, ob Du Deinen erwachsenen Hund später ein- oder zweimal täglich füttern magst, ob Du Trockenfutter den ganzen Tag frei zur Verfügung stellen willst oder ob Du die Zeiten einteilst, liegt ganz bei Dir. Wichtig ist dabei auf alle Fälle, dass Dein Hund danach ausreichende Ruhezeiten einhält. Mehr zum diesem Thema, auch im Zusammenhang mit dem Schreckgespenst Magendrehung findest Du unter “Wie füttere ich meinen Hund?”.

Fertigfutter schnell und einfach?
Naja, auch hierbei gibt es einiges zu beachten: nicht nur dass es verschiedene Fertigfutter – Sorten gibt, auch die verschiedenen Inhaltstoffe sollte man mal unter die Lupe nehmen, insbesondere dann, wenn unser Hund Probleme, wie Unverträglichkeit, riesige Kotmengen oder Allergien aufweist. Unter Fertigfutter – Inhaltstoffe findest Du eine Auflistung, was die Angaben auf den Futterbeuteln/dosen bedeuten.

Barfen, Rohfütterung, selbstgekochtes oder vegetarisches Futter?
Was hat es mit den ganzen Einteilungen auf sich, welche Vor- und Nachteile gegenüber Fertigfuttern gibt es, was sollte man beachten, will man seinen Hund in eigener Regie versorgen? Ein paar Überlegungen hierzu findest Du unter “Hundefutter selbst zubereiten”. Daneben hat das Thema Rohfütterung einen extra Bereich.
Wichtig ist, sich nicht zu sehr verunsichern zu lassen. Wenn Du ein Futter gefunden hast, was Deinem Hund gut tut, seine Werte, die man ab und an mal beim Tierarzt kontrollieren lassen sollte, in Ordnung sind, er putzmunter und gesund ausschaut, das Futter gern annimmt, dann bleib doch einfach dabei. Glaubenskriege und Streitereien, welches Futter besser ist, sind eigentlich überflüssig. Man kann Erfahrungen austauschen, aber da jeder Hund anders ist, sollte man im Endeffekt selber für SEINEN Hund entscheiden und entscheiden dürfen.

Auf den nächsten Seiten sind einige Informationen zusammengestellt, die vielleicht dem Ein oder Anderen in der Meinungsfindung helfen:

Es ist wichtig, sich eine eigene Meinung zu bilden, aber sich dabei nicht verunsichern zu lassen. Entscheiden, wie man seinen Hund ernähren will, muss sowieso jeder Mensch selber! Nur soviel: zwischen Wolf und Hund und Mensch gibt es schon diverse Unterschiede….

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Sep
08

Hunde BARF Internetversand haustierkost.de

 „ BARF Internetversand Haustierkost

Ein Blick hinter die Kulissen des Internetversandhandels haustierkost de.

Der Tipp stammt vom Herrchen von Weimaranerin Luna, die mit Maya zusammen Mantrailing macht und seit ihrem ersten Lebensjahr gebarft wird. Lunas Herrchen kauft alles, was er zum Barfen braucht bei haustierkost.de.

Allerdings nicht übers Internet, sondern direkt im Düsseldorfer Versandlager, weil er gleich um die Ecke wohnt. „Auch Selbstabholer sind bei uns jederzeit willkommen, aber ist es gut, wenn man die Ware vorher telefonisch oder auf unserer Internetseite bestellt. Dann können wir schon alles zusammenstellen.“, sagt Florian Kellner, einer der drei Geschäftsführer von haustierkost.de.

In einer großen Halle in einem Düsseldorfer Industrie-Hinterhof stehen in drei Reihen zig Tiefkühltruhen hintereinander, alle randvoll mit vakuumverpacktem, schockgefrostetem Rohfutter. Vom Grünen Pansen, über mageres Muskelfleisch vom Rind, bis hin zu Kaninchen, Rentier, Pferd oder Elch. Die Exoten seien erste Wahl vor allem für Allergiker-Hunde, sagt Florian Kellner, und ein echter Verkaufsschlager seien auch die Fertig-Barf-Portionen: in der 500 Gramm TK-Packung mit gewolftem Rind, Huhn, Lamm oder Lachs sind schon Obst, Gemüse, Kräuter und Öl beigemischt. Nur auftauen und ab in den Napf – einfacher geht Barfen wirklich nicht. In der großen Halle gibt es auch speziell vor Ungezieferbefall abgeschottete Trockenlager. Dort stehen Pakete mit diversen getreidefreien Flocken, Tüten mit getrockneten Leckereien wie Rinderohren und Schaflunge, aber auch Säcke mit hauseigenem Trockenfutter. „Das ist speziell für die Urlaubszeit gedacht.“, erklärt Florian Kellner, „Rohfleisch oder TK-Ware kann man schlecht mit auf Reisen nehmen. Deshalb haben wir auch Bio-Dosenfutter.“ Den besten Überblick über das Gesamtsortiment (übrigens auch für Katzen und Frettchen) bietet natürlich die Internetseite. Dort gibt es auch Informationen rund um das Thema BARF Ernährung, eine Community und individuelle Beratung wird auch angeboten.

Und wo kommt das Fleisch her? „Wir arbeiten mit ausgesuchten Metzgereien in ganz Deutschland zusammen, die für uns alles in die Portionsbeutel abfüllen, einschweißen und schockfrosten.“ Der Geschäftsführer überlässt nichts dem Zufall. „Das Obst und Gemüse haben wir anfangs sogar selbst geschält, entkernt und püriert. Aber irgendwann wurden die Mengen einfach zuviel. Das übernehmen jetzt auch unsere kleinen Zulieferbetriebe. Auf jeder Packung steht eine Chargennummer, womit die Herkunft nachverfolgbar ist.“ „An der Zusammensetzung der Produkte haben die haustierkost.de Macher gemeinsam mit Tierärzten und Tierheilpraktikern gearbeitet und sich vielfach von den Ideen der BARF Pionierin in Deutschland Swanie Simon inspirieren lassen.“ Neben dem hohen Anspruch qualitativ bestes, artgerechtes Rohfutter anzubieten, müssen natürlich auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Deswegen schickt der Onlineshop Proben aller Produkte an ein unabhängiges Labor. Auch die Zulieferer werden regelmäßig vom Veterinäramt überprüft. Ab September tritt eine neue Kennzeichnungspflicht in Kraft. Dann stehen auf allen Etiketten noch mehr Informationen, die dem Verbraucher helfen sollen. Nach jetzt knapp drei Jahren auf dem Markt, hat haustierkost.de deutschlandweit inzwischen gut zweitausend Stammkunden. „Wir sind auf dem richtigen Weg, sind uns aber natürlich auch bewusst, dass es sehr viele Mitbewerber gibt und bei über 5 Millionen Hunden in deutschen Haushalten, ist unser Anteil an der Futterversorgung verschwindend gering.“, sagt Kellner. Deshalb versucht der Onlineshop mit zusätzlichen Serviceleistungen, wie zum Beispiel einer Umweltprämie für Kunden, die die Thermoboxen aus Styropor zurückschicken, zu punkten.

Mein Fazit: es lohnt sich, verschiedene Onlineshops im Internet zu vergleichen und sich ruhig auch mal telefonisch oder per Email beraten zu lassen. Der persönliche Eindruck ist wichtig, um auch zu Internetanbietern Vertrauen aufzubauen. Auch wenn nicht jeder die Gelegenheit hat wie Maya und ich, einfach mal spontan vor Ort hinter die Kulissen zu schauen.

Spezial: 

Als hunde-allerlei Besucher bekommt ihr, wenn ihr über diesen Link geht, bei haustierkost einmalig 5% Rabatt für eure Bestellung. Bitte gebt dazu im Warenkorb im Feld Rabattcode „hunde-allerlei“ als Gutschein ein.

Damit ist die BARF Serie vorerst abgeschlossen. In den nächsten  Blogartikeln und Filmen widmen Maya und ich uns dem Thema Hundekrankheiten bzw. Hundegesundheit.

Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!

Über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.

Viel Spaß beim Filme schauen und Blogartikel lesen. Ich freue mich auf Eure Kommentare, Likes und Verlinkungen :-)

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Sep
01

BARF Hundefutter Metzgerei Meiritz

 „ BARF Hundefutter Metzgerei

Freitagmorgen, halb zehn, in Neuss-Selikum: die Leute stehen Schlange und wer schon eingekauft hat, kommt mit großen Tüten aus der Metzgerei. Sie haben sich nicht für die Grillparty am Wochenende eingedeckt. Es sind alles Hundebesitzer, die hier das vorbestellte Rohfutter zum Barfen für ihre Fellnasen abholen. Draußen auf den Schaufenstern steht in großen Lettern „Hundefutter“, drinnen in der Theke liegen getrocknete Delikatessen wie Kehlköpfe, Luftröhren, Kopfhaut und Ohren. Maya schnüffelt begeistert an der Thekenscheibe – die erste Metzgerei, in die meine Weimaranerin mit rein darf. Und statt der obligatorischen Scheibe Schinkenwurst für Kinder gibt es hier ein Leckerchen für jeden Hund. Chefin Karin Meiritz betreibt seit sechs Jahren zusammen mit ihrem Mann die Hundefutter-Metzgerei. Wen wundert´s, sie barft natürlich auch ihren eigenen Hund. „Viele meiner Kunden haben auf Rohfütterung umgestellt, weil ihre Hunde allergisch auf Trockenfutter reagiert haben. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, Frischfleisch ist artgerechter und bekommt den Tieren besser.“ Sie weiss genau, was den Vierbeinern schmeckt und berät die Hundebesitzer bei der Auswahl der richtigen Futterkomponenten fürs Barfen. 80 Prozent sind Stammkunden. Einer von ihnen ist Oliver Holverscheidt, professioneller Hundebetreuer:  „Hier gibt es viele Sachen, die ich sonst nirgendwo kriege. Sogar Ziegenbein mit Haaren. Meine Hunde lieben das und es hat den Vorteil, dass durch die Haare der Darm ordentlich durchgereinigt wird. Ich hol auch schon mal einen 12 Kilo Pansen, schneide den dann selber klein und frier Portionsweise ein. Ich fühl mich da einfach auf der sicheren Seite. Bei Trockenfutter weiß ich eben nicht, was da tatsächlich alles verarbeitet wurde.“ Deshalb kauft er das Rohfutter für seine Dogge, den Boxer und eine Mischlingshündin schon seit Jahren ausschließlich hier bei Metzger Meiritz.

Ich darf einen Blick ins Allerheiligste werfen: die Fleischverarbeitung im hinteren Teil der Metzgerei.

Metzger Dieter Meiritz holt jeden Morgen Rinderhälften, Lämmer, Puten, Hähnchen und Pferde frisch aus dem Schlachthof. Ein Mitarbeiter zerlegt gerade eine Kuh. Auf einem großen Tisch liegt ein Haufen mit Grünen Pansenstücken und gleich nebendran Euterscheiben, die aussehen wie bayerischer Leberkäse.

Der Metzger hat früher selbst im Schlachthof gearbeitet und kennt sich bestens aus. „Es gibt ganz klare EG-Richtlinien, wonach das so genannte Freibankfleisch, also Fleisch, das nicht dem Lebensmittelstandard für Menschen entspricht, als Tierfutter verwendet werden darf.“ Das sind dann meist ältere, verletzte oder kranke Tiere aus Notschlachtungen, die aber genauso veterinärmedizinisch untersucht wurden und nicht gesundheitsschädlich sind. Meiritz zerkleinert alles nach Wunsch des Kunden, egal ob als große Gulaschstücke oder durch den Wollf gedreht. Heute arbeitet er im Akkord, denn viele Kunden haben große Mengen vorbestellt – die Eheleute Meiritz machen  zwei Wochen Urlaub.

Eine Kundin, die mit ihrer Retrieverhündin Julie zum Großeinkauf kommt und gewolftes Rindfleisch, Pansen, Vollkorn-Zahnpflegeringe und gepresste Fischleckerlis für 30 Euro mitnimmt, bringt es auf den Punkt: „Super Qualität zu einem tollen Preis.“

Im nächsten BARF Blogartikel und Film blicken Maya und ich hinter die Kulissen des Internetversand haustierkost.de.

Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!

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Aug
26

BARF für Hunde „Fressen auf Rädern“

 „Fressen auf Rädern

Spontanbesuch beim BARF Lieferservice des „Carnivorenshop“ in Erftstadt

„Mein Portugiesischer Wasserhund Faldo litt, als ich ihn vor acht Jahren aus dem Tierheim holte, unter epileptischen Anfällen. Durch die Futterumstellung auf BARF verschwanden plötzlich alle Symptome. Viele Freunde und Bekannte waren begeistert und bestellten über mich auch TK-Rohfutter. Daraus entstand die Idee, mich damit selbstständig zu machen.“ Tatjana Lefarth hat seitdem ihren kostenlosen Lieferservice „Fressen auf Rädern kontinuierlich ausgebaut. Von ihrem Kühlhaus in Erftstadt aus fährt sie täglich ihre Runden und beliefert im Großraum Köln-Leverkusen-Bonn Privathaushalte, Hundepensionen, Züchter und Tierärzte. Die vakuumverschweißten TK-Rohfutter-Produkte bezieht die Geschäftsfrau vom Pansenexpress aus Norddeutschland. Wer will, kann auch, wie Maya und ich, im „Carnivorenshop“ vorbeischauen. In einem kleinen Ladenlokal direkt an der Hauptstrasse verkauft die 43jährige alles, was Barfer brauchen. Im vorderen Bereich betreibt sie mit einer Freundin einen Hundesalon.

Über der Beratungstheke hängt nicht zu übersehen ein großes „Ortsschild“ mit der Botschaft „Sie verlassen Trockenfutter – willkommen BARF“. Trotzdem verteufelt Tatjana Lefarth nicht jedes Trockenfutter. „Seit die Leute immer mehr aufs Barfen kommen und die Futtermittelhersteller einen Einbruch erkennen, bieten sie viel besseres Trockenfutter an, als noch vor 10 bis 15 Jahren. In hochwertigen Sorten ist jetzt viel mehr Fleischanteil drin. Früher war das maximal 4 Prozent, jetzt sogar bis zu 80 Prozent.“ Unter ihren Kunden gibt es auch „Teil-Barfer“, die beides füttern – wochenweise abwechselnd oder morgens und abends unterschiedlich. „Wichtig ist nur, dass man Trockenfutter nicht mit Rohfleisch mischt , sagt Lefarth „das bringt den Verdauungsprozess durcheinander.“

Als studierte Tierheilpraktikerin weiß sie, dass nicht alle Hunde Rohfütterung vertragen. Deshalb bietet Lefarth auch eine individuelle Beratung an und hat auf ihrer Homepage und in einem Flyer die wichtigsten Informationen rund um die Umstellung auf BARF zusammengestellt. Die engagierte Hundebesitzerin ist aber auch ein wenig frustriert, dass sich nur die großen Futtermittelhersteller leisten können, Millionen in die Forschung zur Verbesserung ihrer Produkte zu stecken. „Wir Barfer würden auch gerne wissenschaftliche Beweise für die Vorteile der Rohfütterung liefern, aber es fehlt uns einfach das Geld für groß angelegte Studien.“

Auf der anderen Seite hält sie ausgearbeitete Futterpläne, Bedarfswertetabellen oder Lebensmitteldatenbanken für überflüssig. Ein gesunder Menschenverstand und eine gute Beobachtungsgabe seien schon ausreichend, um seinem Hund das zu füttern, was er braucht. Im Krankheitsfall oder bei Mangelerscheinungen weiß der Tierarzt oder Tierheilpraktiker, welche Nahrungsergänzungen sinnvoll sind.
Ihr persönliches Erfolgsrezept für eine gesunde Ernährung heisst: Abwechslung, Abwechslung, Abwechslung! „Ich füttere meinen Portugiesischen Wasserhunden einmal die Woche Innereien, Fisch und verschiedene Fleischsorten – alles gemischt mit püriertem Obst und Gemüse, Kräutern und hochwertigen Ölen. Sonntags bekommen sie nur große Putenhälse zum Knabbern. “ Bei ihr klingt das alles ganz einfach und sehr überzeugend. Aber schließlich kann die Barfexpertin auch mit jahrelanger Praxiserfahrung aufwarten. Wie ein wandelndes Lexikon erklärt sie mir, welche Nahrungszusätze welche Nährstoffe liefern und wofür das gut sein soll. „Im Winter stärkt Hagebuttenschale wegen dem Vitamin C die Abwehrkräfte; getrocknete Chlorella-Seealgen sind gut fürs Fell und Algenkalk, um das Calcium-Phosphor-Verhältnis auszugleichen. Tierische Öle wie Lachsöl oder Dorschlebertran können die Hunde am besten verwerten.“ und, und, und…. Irgendwie eine Wissenschaft für sich, man muss sich eben damit auseinandersetzen. Ihre Kunden scheinen das jedenfalls zu tun.

„Es sagen mir viele, sie ernähren ihre Kinder und sich selbst nicht so gut wie ihren Hund.“ Darüber muss sie dann doch ein bisschen lachen. Wahre Hundeliebe geht durch den Magen, denke ich mir und Maya schaut mich schwanzwedelnd mit ihren großen treuen Augen an – nachdem sie eine große Tüte mit getrockneten Sprotten erschnüffelt hat und jetzt auf ein Leckerchen hofft.

Für Maya sei BARF auch das Richtige, meint Tatjana Lefarth und argumentiert abschließend: „Ich habe seit 7 Jahren keinen Tierarzt mehr gesehen…Barfen ist wirklich eine feine Sache.“  Dann muss sie los  – die nächsten BARF Bestellungen ausliefern – mit ihrem knallroten „Fressen auf Rädern“-Mobil.

In den nächsten BARF Blogartikeln und Filmen besuchen Maya und ich eine Hundefutter-Metzgerei in Neuss und blicken hinter die Kulissen des Internetversand haustierkost.de.

Freue mich, wenn Ihr wieder reinschaut!

Über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.

Viel Spaß beim Filme schauen und Blogartikel lesen. Ich freue mich auf Eure Kommentare, Likes und Verlinkungen :-)

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Aug
18

Fütterst Du noch oder Barfst Du schon? Was ist Barf ?

Fütterst Du noch oder Barfst Du schon? Was ist Barf?

Hunde-Deutschland im BARF-Fieber

BARF

Informationsüberflutung pur: als ich bei Google den Begriff BARF (in Deutschland das Akronym für „Biologisch  artgerechte Rohfütterung“) eingebe, bekomme ich innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde über 9,7 Millionen!!! Einträge angezeigt.

Allein die Homepage einer kleinen Hundefuttermanufaktur, die Barfen verurteilt und stattdessen „ganzheitliches FRISCH-Futter“ (übrigens ein getreidefreies Trockenfutter) anpreist, bietet, Zitat: „auf mehr als 250 (!!!) Seiten die Möglichkeit, sich über Hundeernährung und Hundegesundheit kompetent zu informieren.“

Wer bitteschön liest sich das alles durch?

Außerdem gibt es ja noch die unzähligen Ratgeberbücher, Hundeblogs und Tierforen, in denen munter sämtliche Varianten diskutiert, empfohlen und verteufelt werden. Ganz zu schweigen von den persönlichen Erfahrungen und Tipps meiner eigenen Hundefreunde zu barf.

Nach wochenlangen Recherchen im Internet, Gesprächen mit Hundebesitzern und Tierärzten, der Lektüre etlicher Bücher und Sichten vieler Videos, fühle ich mich leider nicht wirklich besser informiert oder schlauer – ich bin nur noch eins: verwirrt.

Da herrscht überhaupt keine Verwirrung. Die Antwort auf die Frage nach der richtigen Ernährung für Hunde ist eine ganz klare Sache.“, sagt mir Professor Dr. Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin. „Das A und O ist eine ausgewogene Nährstoffversorgung, egal ob Trockenfutter, Nassfutter, selbst gekocht oder B.A.R.F.“

Tja, da steh ich nun, mit großen Fragezeichen auf der Stirn und weiß immer noch nicht, was nun das Richtige für meinen Hund ist. Denn: es herrscht ein wahrer Glaubenskrieg zwischen Hundebesitzern, Tierärzten, Futterherstellern und allen, die sich für Tierernährungsexperten halten. Die einen verteufeln alles, was industriell gefertigt wird und die anderen halten Rohfütterung, also barf,  in Eigenregie sogar für gefährlich. Aber wer hat nun Recht? Oder liegen alle falsch?

Eigentlich ist es genau wie beim Menschen auch, so Professor Zentek: vom Frutarier bis zum Fleischesser kann sich jeder durchaus gesund ernähren – entscheidend ist, dass es zu keiner Unter- oder Überversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen kommt.

Bei all meinen Recherchen läuft es immer auf die eine Frage hinaus: wie sollte gesundes, artgerechtes Futter zusammengesetzt sein?

Leider hat mich die viel zitierte Aussage: „Der Hund stammt vom Wolf ab.“  einer Antwort nicht viel näher gebracht. Denn selbst unter den Befürwortern von Barf ( B.A.R.F. ) herrscht Uneinigkeit darüber, ob es ausreicht, dem Hund wie seinen Vorfahren, den Beutetierfresser Wolf, mit Rohfleisch, Innereien und Knochen zu füttern oder ob der domestizierte Nachfahre doch auch zusätzlich Obst und Gemüse für eine ausgewogene Ernährung braucht. Und wenn man schon dabei ist, können ja ein paar Vitaminzusätze, ein bisschen Öl und Flocken oder Mineralstoffextrakte auch nicht schaden. Oder? Weit gefehlt! Denn auch eine Überversorgung mit einzelnen Vitaminen oder Mineralien ist laut Professor Zentek gefährlich und kann langfristig zu irreversiblen Schäden führen. Erstes Fazit meiner bisherigen Recherchen und Gespräche mit Tierernährungsexperten: “artgerecht” bedeutet vor allem eine ausgewogene Ernährung, individuell angepasst auf das Alter und den Gesundheitszustand des Hundes.  Ist das beim Ur-Ahn Wolf genauso?

Im Eifelpark in Gondorf bei Bitburg besuche ich mit Maya (Hunde angeleint erlaubt!) das Tal der Wölfe.  Hier lebt in einem 1,5 Hektar grossen Wildgehege ein Rudel von sieben Europäischen Wölfen, betreut von Wildhüter Willigerd Emontspohl. Täglich um 15 Uhr ist Fütterungszeit. Heute gibt es rohe Rindfleischbrocken und grünen Pansen – frisch vom Schlachthof. Aha, die Wölfe werden also gebarft. „Na ja, „ lacht Emontspohl, der auch Jäger ist, „wirklich artgerecht ist es natürlich, wenn ich den Wölfen ein geschossenes Reh vorwerfe, denn das ganze Tier liefert alle Rohstoffe und Nährstoffe, die der Wolf braucht. Das mache ich aber erst, wenn keine Besucher mehr da sind. Wölfe haben keine besonders guten Tischmanieren.“

Auch seine eigenen Hunde, eine Tiroler Bracke und eine Deutsche Wachtel, bekommen frisch erlegtes Wild aber zwischendurch auch Trockenfutter, wenn die Jagd nicht erfolgreich war. „Allerdings kommt nur hochwertiges, geprüftes Trockenfutter in den Napf. Und wer barft, sollte darauf achten, wo das Fleisch herkommt. Es kann ja nicht jeder sein Hundefutter selbst schiessen.“

Der Wildhüter ist also ein „Teil-Barfer“ und füttert seine Hunde sowohl mit Rohfleisch als auch mit Trockenfutter.

Inzwischen gibt es auch Trocken- und Dosenfutter, das den neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen entspricht und in dessen Entwicklung viel Forschungsgelder geflossen sind. Die großen Futtermittelhersteller haben sogar eine eigene europäische Organisation – die FEDIAF – die einen jährlich aktualisierten Nutritional Guideline (Ernährungsleitfaden) veröffentlicht, an den sich alle Hersteller selbst verpflichtend halten. Auch das Angebot kleiner Hundefutter-Manufakturen von Bio- und Frischfutter in Dosen oder Trockenfutter mit 80% Fleischgehalt, getreidefrei und ohne Farb-, Lock- und  Konservierungsstoffe wächst.

Wichtig ist es, darauf zu achten, ob auf den Hundefutter-Verpackungen alle Inhaltsstoffe offen deklariert sind. Einige Hersteller bieten sogar eine Beratungs-Hotline an oder haben eine Internetseite, auf der man sich informieren kann.  Das kann zumindest eine erste Entscheidungshilfe sein.

Vor ca. 7 Jahren habe ich das erste Mal über BARF berichtet. Damals eröffnete in einer ehemaligen Kölner Metzgerei „Lili´s Hundeimbiss“ – damals eine kleine Sensation. Heute gibt es solche Läden in fast jeder größeren Stadt.

Das BARF Business boomt, aber nicht alle schaffen es, sich dauerhaft zu etablieren. „Lili´s Hundeimbiss“ musste vor kurzem schliessen – trotz treuer Stammkundschaft konnten die Einnahmen die hohen Mietkosten in Köln nicht decken.

Damals wie heute hat sich die Geschäftsidee stets aus der persönlichen Sorge um die Gesundheit des eigenen Hundes heraus entwickelt. Das habe ich auch bei meinen Spontanbesuchen einer Hundefutter-Metzgerei in Neuss, dem Lieferservice „Fressen auf Rädern“ in Erftstadt und dem barf Internetversand „haustierkost.de” erfahren.

In den nächsten Tagen stelle  ich Euch diese BARF Anbieter in Blogartikeln und Filmen vor.  Ganz neutral, ohne wertenden Kommentar, sondern viel mehr als Anregung und Information. Außerdem werde ich mich mit Maya in Forschungslaboren und Produktionsstätten der Fertigfutter-Hersteller umschauen.

Über meine persönlichen Erfahrungen mit Hundefutter und Ernährungsumstellung meiner Weimaranerhündin Maya erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe meines Newsletters.

Viel Spaß beim Filme schauen und Blogartikel lesen. Ich freue mich auf Eure Kommentare, Likes und Verlinkungen :-)

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